Monochord

"MONOCHORD" bedeutet im eigentlichen Sinne "EINE SAITE"

In der Familie der Saiteninstrumente ist das Monochord das Älteste. Es wurde anfänglich als einsaitiges Instrument gebaut in Form eines länglichen Kastens, später erweitert auf drei Saiten, und erhielt einen beweglichen Steg, um die Tonleiter zu verändern.

Ursprung

Der Ursprung dieses Musikinstruments ist für mich unklar: es gibt Behauptungen, dass es ein Mongoleiisches Urinstrument sei, ebenso wird das über Indien und Japan angegeben. Andere wiederum sagen, dass es erstmalig von Pythagoras (600 v. Chr.) als Versuchsinstrument für die Grundlage seiner Lehre und Philosophie anschaulich dargestellt, sowie die klare Beziehung zwischen den Tonintervallen in der Musik zur mathematischen Zahlenreihe verdeutlicht wurde.

In Laufe der Entwicklung hat sich aber unter diesem Namen ein Instrument herausgebildet, das sehr viele Saiten (POLYCHORD) besitzen kann, die aber alle auf ein und denselben Ton gestimmt sind. Man bringt sie zum Schwingen, indem man mit den Fingern leicht über sie hinweg streicht. Das " Lied des Eintons" beginnt zu spielen. Die sich aus dem Grundton entfaltenden Obertöne öffnen gleichsam ein Fenster zum Kosmos. Der Gesang der Obertöne ist nicht vom Spieler gemacht - er kann nur vom Spieler zum Klingen gebracht werden.
Es sind Melodien, die schon waren, bevor der Mensch die Erde betrat. Das ist es, was die "Alten " Sphärenmusik nannten.

Monochord in der Klangtherapie

Die meisten Menschen empfinden den Klang des Monochordes als sehr entspannend und beruhigend. Häufig werden auch Gefühle des Entgrenztseins, des Schwebens oder ozeanischer Verschmelzung ausgelöst, die unmittelbar körperlich erfahren werden. Das Monochord kann ohne Vorübung auch von Kindern spontan gespielt werden. Damit eignet es sich in besonderer Weise für intuitive Klangerfahrungen, wie sie in der klangtherapeutischen Arbeit wichtig sind. In der Gruppe hat das Monochord seine besondere Bedeutung als Borduninstrument. D.h. es schafft den Klanggrund, die klangliche Basis für das gemeinsame Spiel mit verschiedenen Instrumenten. Aus diesem Grund ist das Monochord auch für Meditationsmusik hervorragend geeignet.

Tonstimmung vom Monochord

Monochorde können praktisch auf jeden Ton der Tonleiter gestimmt werden. Die Tonhöhe wird dabei von der Länge der freischwingenden Saite (Mensur), dem Saitenquerschnitt und Material und der Saitenspannung bestimmt. Da für eine optimale Tongebung die Saitenspannung nur innerhalb enger Grenzen variiert werden kann, wird je nach angestrebtem Grundton der Saitenquerschnitt und die Mensur verändert. Somit weist ein Monochord mit tiefem Grundton eine größere Baulänge auf als ein Instrument mit höherem Grundton.